Smartphones

Ausland: Surfen ist teuer

 

Das Smartphone wird immer mehr zum selbstverständlichen Begleiter. Das gilt natürlich auch im Urlaub. Doch wer grenzüberschreitend alle Funktionen nutzt, kann eine böse Überraschung erleben. Denn es werden zum Teil horrende Roaming-Gebühren fällig, die nicht nur die Urlaubskasse belasten, sondern sich sogar zu einer Schuldenfalle entwickeln können.

 

Wird ein Smartphone im Ausland genutzt, fallen für das Einwählen in deutsche Netze Roaminggebühren an. Dabei berechnet der deutsche Netzbetreiber des Kunden Gebühren für die Benutzung seiner Leistungen im Ausland. Denn mit diesen muss er die Kosten beim dortigen Netzbetreiber ausgleichen. Von Verbraucherverbänden wird diese Regelung stark kritisiert und zum Teil als Abzocke bezeichnet. Denn was sich auf dem ersten Blick ganz normal anhört, entfaltet seine ganze Bedeutung erst auf dem zweiten Blick. Je nach deutschem Netzbetreiber werden für Telefongespräche zwischen Ausland und deutschem Netz oder für Datentransfer im Ausland mit einer deutschen SIM-Karte schnell mehrere Hundert oder Tausend Euro fällig. Die Preise sind bei den Netzanbietern und abhängig vom Urlaubsland unterschiedlich, aber bei allen extrem hoch. Lediglich für die Länder der EU greift eine gesetzliche Begrenzung der Roaminggebühren, die zumindest ein Auswuchs an Kosten verhindert.

 

Insbesondere kostet der Datentransfer sehr viel Geld. Ein paar Megabyte pro Tag können über einen Urlaubszeitraum von zwei Wochen in einigen Ländern eine kleine vierstellige Summe ausmachen. Und ein paar Megabyte sind ein Video, ein paar Nachrichtenseiten oder wenige E-Mails mit Anhang. Doch Smartphone-Nutzer können Vorkehrungen treffen, um das Schlimmste zu verhindern. Wer im Urlaub auf Internet verzichten kann, sollte zum Beispiel sein Smartphone offline stellen oder das Roaming unterdrücken, sodass dieses sich nicht – auch nicht für automatische Firmware-Aktualisierungen – in ein Netz einwählen kann. Eine andere Möglichkeit sind Auslandsflatrates, die je nach Netzbetreiber und Tarifanbieter unterschiedlich gestaltet sind und zum Teil vom Urlaubsland abhängen. Hier ist es ratsam, gezielt bei möglichen Anbietern nachzufragen, ob aktuelle Auslandstarife für Telefon und/oder Datentransfer bestehen.

 

Wer nur gelegentlich ins Internet schauen möchte, kann einen generellen Offline-Modus aktivieren. Als Alternative vor Ort kann der Nutzer mit seinem Smartphone lokale Hotspots anwählen. Die meisten Hotels verfügen beispielsweise über ein offenes W-LAN, über das der Urlauber auch mit einem Smartphone ins Internet gehen kann. Roaming- oder Datentarife fallen dann nicht an, wenn das Smartphone direkt (ggf. mit Zugangskennung) mit dem W-LAN verbunden wird.