Smartphones

Anbieterwechsel: Rufnummernmitnahme

 

Auf der Suche nach einem guten Smartphone-Tarif ist nicht immer der eigene Anbieter der günstigste. Entscheidet sich der Kunde für einen Wechsel von einem zum anderen Anbieter, stellt sich die Frage, was mit der bisherigen Mobilfunknummer geschieht. Denn diese ist grundsätzlich mit der SIM-Karte verknüpft. Bei einem Wechsel erhält der Kunde jedoch eine neue SIM-Karte. Der Smartphone-Nutzer kann aber einen Antrag auf Rufnummernmitnahme stellen. So kann er seine bisherige Telefonnummer behalten.

 

In der Praxis ist die Rufnummernmitnahme unkompliziert, aber mit geringen Kosten verbunden. Lediglich auf das korrekte Verfahren muss der Kunde achten. Denn er muss zunächst bei seinem bisherigen Anbieter den Vertrag kündigen. Erst anschließend kann er einen Antrag auf Portierung der Rufnummer (Rufnummernmitnahme) stellen. Grundsätzlich besteht das Recht auf Rufnummernmitnahme noch einen Monat nach Vertragsende. Für einen reibungslosen Wechsel sollte der Antrag aber spätestens 15 Tage nach Vertragsende gestellt sein. Frühestens ist dies vier Monate vor Vertragsende möglich.

 

Bei Prepaid-Tarifen gibt es eine leicht abweichende Regelung. Da es hier in der Regel keinen Vertrag im eigentlichen Sinn gibt, muss eine Verzichtserklärung abgegeben werden. In dieser verzichtet der Kunde auf seine Nummer beim Anbieter. Zugleich kann er diese dann zu einem neuen Anbieter umziehen.

 

Sind alle Formalien erledigt, erhält der Kunde seine alte Mobilfunknummer beim neuen Anbieter. Üblicherweise wird das nicht vor dem Tag des Vertragsendes des alten Vertrages sein. Eine Verzögerung durch die Bearbeitungszeit ist in Einzelfällen möglich. Unter dem Strich ist die Rufnummernmitnahme aber die einzige Möglichkeit, die bisherige Mobilfunknummer bei einem Anbieterwechsel zu behalten.

 

Die Kosten sind gesetzlich auf etwas mehr als 30 Euro gedeckelt. Die meisten Telekommunikationsunternehmen verlangen aber für die Bearbeitung einer Rufnummernmitnahme nur rund 25 Euro. Eine Gebühr kann grundsätzlich auch vom neuen Anbieter verlangt werden, um die alte Nummer mit der neuen SIM-Karte zu verknüpfen. In der Praxis locken sehr viele Handy- und Smartphone-Tarife aber mit einem (meist finanziellen) Bonus für eine Rufnummernmitnahme. Das heißt, der Kunde muss nur beim abgebenden Anbieter etwas bezahlen und bekommt beim neuen Anbieter diesen Betrag ganz oder teilweise als Startguthaben o. Ä. ersetzt. Mit diesem „Begrüßungsgeschenk“ locken besonders im Discountbereich viele Unternehmen neue Kunden in günstige Tarife.