Smartphones

Smartphone-Discounttarife

 

Neben Prepaidtarifen und Laufzeitverträgen haben in den letzten Jahren sogenannte Discounttarife an Bedeutung gewonnen. Smartphone-Benutzer können dabei zu besonders günstigen Konditionen telefonieren und SMS versenden. Durch den Datentransfer, den ein intensiver Gebrauch des Smartphones verursacht, gelangen diese Tarife allerdings schnell ans Limit.

 

Discount – nur kleine Billiganbieter?

Die Anzahl der Anbieter von Discounttarifen ist fast unüberschaubar. Neben branchenfremden Anbietern wie Bild und Tchibo sind es zum Beispiel Klarmobil, Blau oder Simply, die mit besonders günstigen und klaren Tarifstrukturen konkurrieren.  Aber auch die vier großen Platzhirsche haben über Tochterfirmen eigene Discountangebote für Handy- und Smartphone-Benutzer: Congstar gehört zu T-Mobile, o.tel.o gehört zu Vodafone, Simyo gehört zu E-Plus/Base und Fonic ist eine O2-Tochter. Hinter den meisten günstigen Tarifen verstecken sich durchaus große oder lang am Markt operierende Unternehmen. Ein genereller Argwohn wäre also falsch.

 

Vorteile von Discounttarifen

Discounttarife haben gegenüber anderen Tarifen den Vorteil, dass sie fast durchweg deutlich günstiger sind und sich insbesondere für Vieltelefonierer lohnen. Selbst mit großzügigen Minutenpaketen bei Laufzeitverträgen können Discounttarife mithalten. Zudem ist die Kostenstruktur sehr klar und einfach. Es gibt fast durchweg einen einheitlichen Preis pro Gesprächsminute (im Frühjahr 2012 bei den meisten Anbietern 9 Cent) sowie für jede SMS (ebenfalls überwiegend 9 Cent). Ebenso kommen fast alle Basis-Tarife im Discountbereich ohne monatliche Grundgebühr und Vertragsbindung aus.

 

Nachteile von Discounttarifen

Das größte Manko bei Discounttarifen: Sie sind in erster Linie auf das Telefonieren und den Versand von SMS ausgelegt. Gerade mit einem Smartphone können und wollen die Benutzer aber mehr. Dabei fallen Datenmengen an, die entweder gar nicht bzw. nur zu einem geringen Umfang im Tarif enthalten sind oder schnell teuer werden. Auch bei einer – meistens nur optionalen – Datenflatrate ist schnell das Limit erreicht, bei dem es teuer wird oder/und die Datenübertragung vom Anbieter extrem gedrosselt wird. Denn ein großer Teil der Discountanbieter hat Datenflatrates im Programm, die nicht auf Viel- oder Power-User ausgelegt sind.

 

Discounttarif heißt auch, dass es nur wenig Support gibt. In der Regel ist dieser nur über Webformulare und E-Mail oder eine teure Hotline erreichbar. Auch muss zur Deckung der Kosten in vielen Fällen ähnlich wie bei einem Prepaidtarif erst ein Guthaben auf ein Tarifkonto transferiert werden. Nicht immer ist das automatisch per Bankeinzug möglich, sodass der Kunde mit einem aufgebrauchten Guthaben erst sein Konto wieder auffüllen muss.

 

Weitere Negativpunkte verstecken sich bei einzelnen Discounttarifen im Kleingedruckten: Unter anderem werden Mindestumsätze vereinbart, die bei Unterschieden zu Fixkosten oder anderen Tarifen führen.

 

Fazit

Discounttarife sind ideal für Menschen, die viel telefonieren und dabei ein klares und günstiges Tarifgefüge ohne Vertragsbindung bevorzugen. Wer auf Komfort, Service und ein subventioniertes Smartphone verzichten kann, liegt mit Discountangeboten richtig. Ein besonders wichtiger Punkt insbesondere für Smartphone-Nutzer ist der Datentransfer. Hier muss beim gewünschten Tarif genau geprüft werden, ob die Leistung (Volumen und Geschwindigkeit) für die eigenen Smartphone-Anwendungen ausreicht. Denn bei ähnlichen Kosten für Gespräche und SMS unterscheiden sich hier die Billiganbieter zum Teil erheblich.