Smartphones

Tipp: Datentransfer kontrollieren

 

Bei Smartphone-Tarifen ist der Datentransfer eine entscheidende Größe. Smartphones leben davon, dass Daten übertragen werden – durch Apps, E-Mails, Webanwendungen usw. Wer diese Daten besser kontrollieren möchte, kann mit ein paar Handgriffen das unerwünschte Einwählen in das Internet blockieren und so bereits einen Teil des Datenstroms verhindern.

 

Um festzustellen, wie viele Daten überhaupt übertragen werden, genügt ein Blick auf die fast immer mitgelieferten oder nachrüstbaren Volumenzähler des Smartphone-Betriebssystems. Zum einen lässt sich so das eigene Nutzerverhalten abschätzen und ein entsprechend geeigneter Datentarif wählen, zum anderen kann man immer wieder checken, ob weitere Verbesserungen möglich sind. Für das beliebte Android-Betriebssystem ist beispielsweise der 3G Watchdog eine geeignete App. Ähnliche Anwendungen sind aber auch für andere Betriebssysteme erhältlich.

 

Um das Smartphone und die darauf befindlichen Apps daran zu hindern, sich selbstständig ins Internet einzuwählen, hat man mehrere Möglichkeiten, die zum Teil abhängig vom Betriebssystem sind. Besonders handlich sind Apps oder Widgets, die das Smartphone zwischen Online- und Offline-Modus hin- und herschalten. Die Smartphone-Nutzer können so praktisch auf Fingertipp ins Internet gehen und den Rest der Zeit den Online-Modus abschalten. Auch sollten Nutzer alle Anwendungen überprüfen und nur dann aktivieren, wenn sie wirklich benötigt werden. Ebenfalls ist es möglich, ein Zugangsprofil für Internetverbindungen anzulegen, ohne dieses komplett einzurichten. Definiert man ein solches unvollständiges Profil als Standard, versucht sich das Smartphone zwar einzuwählen, es kann aber selbstständig keine Verbindung aufbauen. Wählt der Nutzer bei Bedarf manuell ein angelegtes Nicht-Standard-Profil, gelingt die Einwahl dagegen.

 

Wer sich auf diese Weise vor einem ungewünschten Einwählen in das Internet schützt, kann damit die Datenmenge effektiv steuern und vermeidet Kostenfallen. Das gilt insbesondere für Kunden, die keinen Datentarif gewählt haben und daher für den Transfer erhebliche Gebühren bezahlen müssten. Auch bei einem Auslandsaufenthalt ist es sinnvoll, eine ungewollte Einwahl zu unterbinden, da die Roaming-Gebühren im Datenbereich erheblich sind.

 

Nutzer, die nur selten ins Internet gehen oder E-Mails abrufen, können mit einem solchen Schutzmechanismus einen Datentarif sparen. Die wenigen Megabytes, die so verbraucht werden, sind zwar im Verhältnis teuer, aber in der Summe in vielen Fällen günstiger als der Preis für eine Datenflatrate oder einen anderen Datentarif. Nur wer viel im Internet surft oder häufig „transferhungrige“ Apps nutzt, benötigt eine für ihn geeigneten Smartphone-Datentarif. Die genannten Schutzmechanismen sind aber auch für Power-Nutzer ein sinnvolles Mittel, die übertragene Datenmenge zu beschränken.