Smartphones

Smartphone-Sicherheit: Kaspersky warnt vor steigenden Angriffen

Dieser Post wurde am 20. Januar 2012 in der Kategorie: Mobile Security veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Robert geschrieben.
kaspersky

Ich widme mich nun einem Thema, das ich persönlich für sehr wichtig halte: Mobile-Security. Das bedeutet in unserem Fall Smartphone-Security. Denn die Sicherheit des eigenen Smartphones wird heute fast noch sträflicher vernachlässigt als die Sicherheit des heimischen PCs. Während der PC zuhause durch gestiegenes Sicherheitsbewusstsein der Anwender wenigstens rudimentär durch Freeware-Sicherheitslösungen wie Antivir und Co. abgesichert ist, kommt dieses Sicherheitsbewusstsein im Hinblick auf Smartphones bei der großen Mehrheit der Nutzer noch gar nicht an.

 

Was die meisten Benutzer übersehen: Smartphones sind im Grunde genommen auch nur kleine Computer. Und dadurch, dass sie für einen Zugang zum Internet ausgelegt sind, sind sie genauso angreifbar wie “normale” Computer. Sie können also genauso Daten gestohlen oder gelöscht bekommen, Sie können Trojaner via SMS erhalten, Sie können ähnlich wie früher die Dialer zur Verwendung von Premium-Rufnummern manipuliert werden, die anschließend hohe Kosten auf der Mobilfunkrechnung verursachen. Und ich persönlich fürchte, dass noch viele Meldungen über massive Smartphone-Attacken die Runde machen und viele Smartphone-Nutzer Geld durch Mobile Malware verlieren und nie wieder sehen werden, ehe dieses Thema bei den meisten Smartphone-Besitzern endlich angekommen ist.

 

Der Aufstieg der Mobile Malware

 

Vor ein, zwei Jahren wurden spezielle Sicherheitslösungen für mobile Geräte und insbesondere Smartphones noch als Abzocke durch die Anbieter derselbigen abgetan. Der Tenor: “Wozu denn eine eigene Sicherheitslösung, Schädlinge gibt es für diese Geräte gar nicht und Handys oder Smartphones würde doch ohnehin niemand angreifen.” Zum damaligen Zeitpunkt war das sicherlich sogar noch richtig. Die wenigsten Leute hatten ein Smartphone, mobiles Internet steckte wenn überhaupt noch in den Babyschuhen. Ein Angriff auf die wenigen Geräte, die mobil online gehen konnten, war einfach nicht lohnenswert für Cyberkriminelle. Das hat sich bis heute geändert. Smartphones werden Handys bald ersetzt haben und mobil online zu gehen wird zum Standard werden.

 

Entsprechend reagieren natürlich auch Online-Kriminelle auf diese Entwicklung.  Denn für diese ist der neue Smartphone-Trend ein wahres Schlaraffenland. Viele unbedarfte Benutzer, die wenig Kenntnis von ihren Geräten haben, bedeutet für Angreifer auch mehr potentieller Erfolg  bei ihren Attacken. Generell kann man sagen, dass Cyberkriminelle immer den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Wozu sollten sie sich auch die Mühe machen, gut gesicherte Desktop-Systeme anzugreifen, wenn da draußen in Zukunft immer mehr ungeschützte Smartphones zur Zielscheibe werden.

 

Kaspersky gibt einen düsteren Ausblick

 

So sieht das auch das bekannte Sicherheitssoftware-Unternehmen Kaspersky Labs aus Russland. Kaspersky gibt traditionell wie jedes Jahr einen Ausblick über die aktuelle Bedrohungslage im Internet. Kasperskys Prognose: Angriffe auf Smartphones werden deutlich ansteigen. Das Wachstum, mit dem neue Schädlinge entwickelt und entdeckt werden, ist dabei enorm. Waren es im Juli 2011 laut Kaspersky noch 200 neu entdeckte Schädlinge, so wurde nur knapp ein halbes Jahr später im Dezember 2011 bereits 1200 neue Mobile Malware enttarnt. Wie bereits von mir oben angesprochen sieht auch Kaspersky als Grund für dieses rasante Wachstum die Tatsache, dass Smartphones immer weiter verbreitet sind und in vielen Bereichen den heimischen Computer ergänzen oder sogar ersetzen.

 

Besonders im Fokus der Angreifer steht Googles Betriebssystem Android. Es steht mit 67% ganz oben, was bedeutet, dass mehr als zwei Drittel aller mobilen Schädlinge für einen Angriff auf Googles Android-Betriebssystem ausgerichtet waren. Dahinter folgen mit Abstand die Betriebssysteme Java 2 Micro Edition (J2ME) mit 25 Prozent sowie Symbian mit fünf Prozent. Eher selten angegriffen werden Apples iOS, Microsofts Windows Mobile und Blackberrys.

 

Empfehlung: Mobile-Security-Software verwenden

 

Diese Werte können sich jedoch verändern. Ich möchte deshalb anhand dieser Zahlen keine Empfehlung für die Wahl eines Betriebssystems oder Smartphones herleiten. Schließlich hieße das ja, sich den Kriminellen zu beugen und mit sich selbst Kompromisse machen zu müssen, auch wenn ich durchaus verstehen kann, dass viele Nutzer Sicherheit höher gewichten als Komfort. Was ich empfehlen und unbedingt raten kann, ist die Wahl einer guten Mobile-Security-Software. Um euch da die Auswahl zu erleichtern, werde ich in einem folgenden, etwas umfangreicheren Beitrag die derzeit angebotenen Sicherheitslösungen durchleuchten und gegeneinander vergleichen.

Tags: , , , , ,