Smartphones

Smartphone-Schulden: ein weit verbreitetes Problem

Dieser Post wurde am 16. Januar 2012 in der Kategorie: Featured, Finanzierung veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Alexander geschrieben.
Smartphone Schulden bei Jugendlichen

Smartphones sind längst eines der Statussymbole unserer Gesellschaft geworden. Gerade Jugendliche legen viel Wert auf aktuelle Hardware. Vor allem vor dem Hintergrund, dass man in Kreisen wo z.B. viel WhatsApp oder Facebook-Messenger genutzt wird quasi zwingend ein Smartphone mit Internet-Flat haben muss um nicht ausgeschlossen zu werden. Für viele Jugendliche ist ein Smartphone also ein Muss. Dass hinter jedem neuen Smartphone in der Regel ein 24-Monats Vertrag steht bedenken die wenigsten. Vor allem die Bedeutung eines verbindlich abgeschlossenen Vertrages, mit all seinen Konsequenzen führt immer wieder dazu, dass Jugendliche Schulden bei Mobilfunkanbietern machen.

 

In der Werbung werden Smartphones für 1€ angeboten und der Kunde dazu verleitet bei den Vertragsdaten nicht ganz so genau hinzuschauen. Der eine Anbieter hat transparente Preise, der andere versteckt sie im Kleingedruckten. Wirkliche Transparenz auf dem Mobilfunkmarkt ist nicht gegeben. Zwar wurde in den vergangenen Jahren bereits daran gearbeitet Mobilfunkverträge transparenter zu machen, aber dazu gehört eben auch ein aufgeklärter und mitdenkende Benutzer. Ist der Wunsch nach einem neuen Smartphone aber größer als die Stimme der Vernunft kommt es immer öfter zu unüberlegten Entscheidungen, die Jugendliche früh in eine Schuldenfalle stürzen. Seit es Flatrates gibt kann man seine Handykosten zwar recht gut vorausplanen und läuft weniger Gefahr unerwartet sehr hohe Rechnungen zu erhalten. Allerdings ist es oftmals ein Problem, dass mehrere Mobilfunkverträge gleichzeitig abgeschlossen wurden um beispielsweise immer das neues Iphone zu haben. Damit die Kosten für das Gerät möglichst gering sind wird kurzerhand ein sehr teurer Vertrag abgeschlossen. 50€ jeden Monat über 24 Monate können für einen Schüler in finanziellen Engpässen bereits zu viel werden. Kommen dann gleich 2 oder 3 solcher Verträge auf eine Person, einen Schüler beispielsweise, dann wird es sehr schnell kritisch.

 

 

Smartphonevertrag kündigen

 

Für gewöhnlich kann man einen Handyvertrag vor Laufzeitende nicht kündigen. Allerdings sind einige Anbieter dahingehend kulant, dass während der Vertragslaufzeit auf einen neueren günstigeren Tarif gewechselt werden kann. Zum Beispiel wenn ihr alter Vertrag im Vergleich zu den neuen Verträgen deutlich überteuer ist. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Im Zweifelsfall sollte man immer davon ausgehen, dass die komplette Vertragslaufzeit ausgesessen werden muss. Bei einer Vertragsanpassung sollte man darauf achten, dass es zu keiner Laufzeitverlängerung kommt. Generell sollten Sie sich über die Kündigungsfristen Ihres Mobilfunkanbieters informieren um am Ende der Laufzeit fristgerecht die Kündigung einreichen zu können.

 

 

Gebühren deckeln

 

Wichtig ist immer einen genauen Überblick über die Kostensituation seiner Verträge zu haben. Die über die Grundgebühr und Flatrates herausgehenden Kosten kann man bei seinem Anbieter deckeln lassen. Dies muss man in der Regel schriftlich tun. Der Mobilfunkanbieter ist gesetzlich dazu verpflichtet eine solche Kostenbegrenzung anzubieten. Damit kann man einen Maximalbetrag für jeden Mobilfunkvertrag festlegen und somit seine Kosten besser einschätzen und besser einplanen. Erreicht man in einem Monat die festgelegte Obergrenze kann man nicht mehr telefonieren, surfen oder SMS schreiben, allerdings kann man noch angerufen werden und SMS empfangen.

 

 

Prepaid als Alternative

 

Finanziell gesehen besser sind auf jeden Fall Prepaid-Tarife, da diese in der Regel leichter zu kontrollieren und vor allem jederzeit kündbar sind. Einziger Nachteil: ein Smartphone muss zum Gerätepreis dazugekauft werden. Will man also ein Smartphone der neusten Generation erstehen muss man tief in die Tasche greifen. Trotzdem kann die Investition sinnvoller sein als ein teurer Handyvertrag. Das kommt auch immer etwas auf das Telefonierverhalten des Benutzers an. An einer kleinen Beispielrechnung sieht man aber schnell, Gedanken machen lohnt sich: Ein Smartphone kostet 500€, mit dem für mich passenden Prepaid-Tarif über ca. 20€ monatlich komme ich auf 24 Monate gerechnet auf Kosten von 980€. Das gleiche Smartphone mit einem Vertrag kostet mich monatlich 50€ und einmalig 100€: macht 1300€. Das ist nur ein Beispiel und da gibt es wie immer viele individuelle Unterschiede. Generell ist auch nichts gegen Mobilfunkverträge zu sagen, aber gerade, wenn man kein festes Einkommen hat, sind Prepaid-Tarife in der Regel die bessere Alternative.

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