Smartphones

Smart-Cars dank Smartphones?

Dieser Post wurde am 20. Januar 2012 in der Kategorie: Apps, Technologie veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Robert geschrieben.
Smart cars mit Smartphones - Intelligente Autos

Worin verbringen wir wach einen Großteil unserer Zeit und was ist nach wie vor mit der meisten Deutschen liebstes Kind? Das Auto. Aber das Bild des Automobils als Statussymbol hat sich gewandelt. Für viele jüngere Menschen ist das Auto heutzutage eher ein Mobilitätsmittel, um von A nach B zu gelangen. Es gibt aktuelle Erhebungen und Untersuchungen, wonach es bei der jüngeren Generation neue Statussymbole gibt, die dem Auto den Rang streitig gemacht haben. Es sind Tablet-PCs und – Sie können es sich sicherlich schon denken – Smartphones. Das Interessante ist, dass hier 2 Mobilitäts-Welten aufeinander treffen. Zum einen steht da das Auto für die tatsächliche uneingeschränkte Mobilität. Ich kann entscheiden, wann ich wohin gelange. Auf der anderen Seite stehen mobile Geräte mit Online-Zugang wie Smartphones und Tablets für die virtuelle Mobilität, für die Mobilität des Geistes. Ich kann jederzeit und an jedem Ort kommunizieren und Zugang zu jeglichen Informationen haben.

 

Um von einem zum anderen Ort zu gelangen, brauche ich aber keinen 60.000 Euro Sportwagen, wenn ein 10.000 Euro Kleinwagen dafür auch ausreicht. Ersteres Auto macht einfach nicht mehr so viel Eindruck wie früher. Was Eindruck macht und auch viel allgegenwärtiger präsentiert werden kann als der Sportwagen vor der Disco, ist das neueste Smartphone von Hersteller XYZ. Das haben auch die großen Automobilhersteller erkannt und reagieren entsprechend auf diesen Trend. Wieso nicht beide Welten miteinander verknüpfen? Daran arbeiten Firmen wie Daimler oder Ford intensiv. Sie wollen Smartphone und Auto zusammenführen. Während man bei den Autokonzernen noch vor einigen Jahren vorhatte, Autos direkt mit mehr intelligenter Technik aufzurüsten, z. B. indem eine Art Bordcomputer ins Fahrzeug gebaut wird, gehen die Hersteller jetzt dahin über, Smartphones als eine Art Hilfsmittel dafür zu verwenden.

 

Ford mit eigenen Apps fürs Auto

 

Da nahezu jeder heutzutage ein Auto UND bald auch ein Smartphone besitzt, könnte diese Rechnung aufgehen. Was bereits möglich ist, zeigten die Automobilhersteller auf der diesjährigen CES in Las Vegas. Via Apps beispielsweise können Smartphones in Kombination mit dem Fahrzeug für mehr Sicherheit sorgen. So stellte Ford eine Vorabversion seiner App “MyFord Mobile” vor, die bei Elektroautos den Ladezustand anzeigt und dem Fahrer über in der Nähe gelegene Stromtankstellen informiert. Auch für verkehrsrelevante Informationen sind Smartphones im Auto ideal geeignet. So können sich die Geräte mit dem Internet verbinden und darüber aktuelle Stau- oder Wettermeldungen ausgeben. Um die Sicherheit für den Fahrer zu erhöhen und ihn bei der Bedienung des Gerätes nicht zu gefährden, sind die Hersteller bemüht, über das Smartphone bereit gestellte Informationen über das Display oder die Lautsprecher im Cockpit auszugeben.

 

Raum für externe Entwickler von Car-Apps

 

Die Hersteller wollen aber nicht ausschließlich eigene Apps bereit stellen, sondern sie wollen auch externe Entwickler über eine spezielle Schnittstelle an der Entwicklung hilfreicher Apps für das Auto beteiligen. Das Startup Roximity aus Denver ist eines dieser Unternehmen, die bereits eine eigene App für Ford-Fahrzeuge entwickelt hat. Die App von Roximity besorgt sich durch die Ortungsfunktion des Smartphones aktuelle Angebote und Schnäppchen aus der derzeitigen Umgebung des Fahrers und liest sie ihm vor. Viele weitere Entwickler haben sich bereits für eine Kooperation mit Ford beworben. Ich frage mich, was passiert, wenn die eine oder andere hilfreiche App wirklich exklusiv für manche Automarken verfügbar ist. Ich kann es zwar nach jetzigem Stand noch nicht so recht glauben, aber am Ende entscheidet das Smartphone und die App-Auswahl über die Wahl des Fahrzeugs.

 

Daimler und das kommunizierende, selbst handelnde Auto

 

Auch Daimler steckt in der aktuellen Entwicklung nicht zurück und stellt seinerseits eine App namens Mbrace2 vor. Auch diese App soll in Verbindung mit einem Online-Zugang den Fahrer mit nützlichen Informationen versorgen und seine Sicherheit erhöhen. So stellte Daimler-Chef Dieter Zetsche in einem animierten Film vor, wie sich ein Auto selbst vor einem überfluteten Straßenabschnitt bremst. Als wäre dieses alleinige Handeln des Autos nicht schon bemerkenswert genug, geht Daimler noch einen Schritt weiter: Das Smartphone soll die Gefahr an einen Server melden damit so so nachfolgende Fahrzeuge ebenfalls davor gewarnt werden können. Wir kommen hier also schon in den Bereich der Car2Car-Kommunikation. Getestet werden soll dieses Szenario in einem Pilotprojekt, welches nicht Daimler-exkusiv stattfindet, sondern auch mit ausgewählten Fahrzeugen von VW und BMW. Ob es Fahrzeugführern behagen wird, dass sie Informationen über ihren gegenwärtigen Standort an einen Server schicken, ist eine andere Sache, Stichwort Datenschutz. Zwar dürften die Beteiligten dieses Projektes versichern, dass alle Informationen anonym weitergegeben werden, ob das aber jeden Fahrer zufrieden stellen wird, ist eine andere Frage. Ich persönlich würde für mich einen Mittelweg bevorzugen: Mein Auto empfängt externe Daten, z. B. über aktuelle Staumeldungen oder Wetterwarnungen, gibt aber selbst keine Daten ab. Diese Daten müssten dann eben durch andere Dienste bereitgestellt werden als über die Autos selbst.

 

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