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Neuer Messaging-Dienst RCS-e soll die SMS ablösen

Dieser Post wurde am 24. Januar 2012 in der Kategorie: Apps veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Robert geschrieben.
rcs-e

Wie oft nutzt ihr eigentlich noch SMS? Ich weiß nicht, wie viele von euch das wissen, aber SMS heißt ja Short Message Service, auf Deutsch Kurznachrichtendienst. Betonung liegt hierbei eher auf kurz. 160 Zeichen sind nun wirklich nicht viel und eher dazu geeignet, kurze Infos und abgekürzte Liebkosungen hin- und herzuschicken. Nachfragen für mich unerwünscht, denn dann muss ich ja wieder eine SMS schicken usw. Für einen längeren Dialog ist ein Anruf einfach viel besser geeignet. In Zeiten von Smartphones und Apps gibt es zum Glück ja  weitere Alternativen. Die Bekannteste dürfte wohl derzeit die Mobile-Messaging-Application WhatsApp sein. Auch andere Dienste wie Google Talk erfüllen mehr und mehr die Rolle, die die SMS früher innehatte. 

 

RCS-e als Nachfolger für die SMS

 

Diese Entwicklung weg von der SMS hin zu von den Mobilfunkbetreibern unabhängigen Diensten wie WhatsApp schmeckt diesen natürlich überhaupt nicht. Immerhin verdiente man mit geschätzten 46 Milliarden SMS, die im Jahr 2011 alleine in Deutschland verschickt wurden, eine nette Summe an Geld. Um das Aussterben der SMS zu verhindern, haben sich drei große Netzbetreiber in Deutschland, namentlich die Deutsche Telekom, Vodafone sowie Telefónica Germany, zusammengetan und wollen den noch an die SMS gewöhnten Deutschen einen Nachfolgedienst präsentieren: RCS-e. Diese 4 Buchstaben stehen für “Rich Communication Suite enhanced”. Glaubt man bisherigen Informationen zu RCS-e, ermöglicht dieser neue Dienst seinen Nutzern nicht nur den Versand von Textnachrichten, sondern auch den Austausch von Bildern, Videos, Sprachnachrichten und Dateien.

 

Vorteil für die Nutzer des neuen Dienstes soll es laut einem Vodafone-Sprecher sein, dass diese sich mit der Verwendung von RCS-e keine Gedanken mehr machen müssten, ob seine anderen Kontakte den gleichen Messenger haben. Zusätzlich soll der Versender vorab über die Erreichbarkeit des Empfängers informiert werden. Möchte ich z. B. ein Video verschicken, soll mir durch RCS-e angezeigt werden, ob sich der Empfänger in einem Gebiet aufhält, in dem ein schneller Datentransfer für den Empfang verfügbar ist. RCS-e strebt also zusammengefasst eine Vereinheitlichung auf Messenger-Basis an, wie es die SMS bisher für Textnachrichten war. SMS empfangen und verschicken war netzübergreifend von jedem Gerät zu jedem Gerät möglich. Mit dem Aufkommen von Messaging-Apps wie WhatsApp und etlichen anderen besteht durchaus die Gefahr, dass einige meiner Kontakte die eine App haben, während ich eine andere nutze. Ob das aber ausreichen wird, um vom kostenlosen Messaging wegzukommen und das kostenpflichtige RCS-e zu verwenden, glaube ich persönlich eher nicht. Im Zweifelsfall stimme ich mich mit meinen meistgenutzten Kontakten einfach ab oder nutze mehrere kostenlose Messaging-Apps.

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