Smartphones

Neue Smartphones mit besonderem Tasterlebnis

Dieser Post wurde am 20. Januar 2012 in der Kategorie: Technologie veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Robert geschrieben.
Smartphone Oberfläche - Touchscreen

Der CES in Las Vegas sei Dank gibt es mal wieder spannende Neuigkeiten für alle Fans der smarten Telefone. Wer die Entwicklung der Smartphones ein wenig verfolgt hat, konnte feststellen, dass sich die kleinen Multitalente in vielen Bereichen immer weiter verbessert haben. Sei es beim Display, welches mittlerweile trotz der vergleichsweise geringen Größe gestochen scharfe Bilder liefert, sei es der Sound, der sich heutzutage auch vor gehobeneren MP3-Playern nicht zu verstecken braucht, oder auch die Kamera, deren Fotos qualitativ bei manchen Geräten fast schon mit denen aktueller Digitalkameras mithalten können.

 

Das haptische Erlebnis kann noch verbessert werden

 

Übertragen wir das auf unsere Sinnesorgane, haben sich Smartphones im Bereich des Sehens und Hörens für uns merklich weiterentwickelt. Es fehlt aber noch ein nützlich einsetzbarer Sinn. Das Fühlen und Tasten. Was ist eigentlich damit? In meinen Augen gibt es hier bei Smartphones noch enormes Entwicklungspotential. Dass bestimmte Smartphones wie das Galaxy S2 von Samsung beim Bedienen des Touchpads einen Druckpunkt simulieren und wiedergeben, ist zwar ein guter Anfang, aber da geht meiner Meinung nach noch mehr. Die erzeugten  Vibrationen sind nämlich eher monoton und nicht wirklich ausdifferenziert. Das liegt daran, dass für die derzeit genutzten Vibrationseffekte ein elektrischer Motor verwendet wird, der ein Metallgewicht bewegt. Dementsprechend können mit dieser Technik ausgestattete Geräte nur mit einer Frequenz vibrieren und lassen so unterschiedliche Gefühle nicht wirklich zu. Dieses Problem erkannten glücklicherweise mehrere Firmen, die auf der CES hierfür verschiedene Lösungsansätze präsentierten.

 

Articial Muscle – ein spezieller Motor soll für neue Gefühlserlebnisse sorgen

 

Eine dieser Firmen ist Artificial Muscle aus den USA. Die Besonderheit, mit der Artificial Muscle für ein neues Tasterlebnis sorgen will, ist ein wie ein Muskel funktionierender Kunststoff, der über elektrische Impulse gesteuert wird. Diese Technik ermöglicht weitaus vielfältigere Tasterlebnisse als bisher. Dies demonstrierte das Unternehmen anhand eines umgebauten iPhones, in das ein spezieller Motor eingebaut war, der mit der oben angesprochenen, vom Unternehmen ViviTouch getauften Technologie funktioniert. So konnte der Nutzer beim Spielen eines Spiels mit einem rollenden Ball nicht nur das Abprallen des Balls von der Bande spüren, sondern auch das Rollen des Balls auf der glatten Oberfläche. Auch beim Verwenden einer abgebildeten Tastatur konnte der Nutzer ein realistisches Gefühl beim Tippen erleben.

 

Dass die ViviTouch-Technologie nicht nur für Smartphones interessant sein kann, zeigte Artificial Muscle, als sie einen Xbox-Controller modifizierten, der daraufhin unterschiedliche Ereignisse fühlbar simulieren konnte, wie z. B. das Starten einer Harley Davidson oder ein schlagendes Herz. Über den Prototypen-Status ist ViviTouch übrigens bereits hinweg. Es gibt nämlich bereits seit September letzten Jahres ein “Mophie Pulse” genanntes Zusatzgehäuse für den iPod Touch, das bei Spielen für ein echteres Spielerlebnis sorgen sollte. Das nächste Ziel des Unternehmens ist es nun, ViviTouch-Motoren direkt in neue Smartphones einzubauen. Leider nennt es hier noch keine konkreten Daten oder Namen. Wir müssen uns also noch ein wenig in Geduld üben.

 

Senseg – Gefühl durch elektrische Spannung

 

Auch die finnische Firma Senseg arbeitet an einer Technologie, die das haptische Erlebnis verbessern soll. Senseg setzt dazu elektrische Spannung ein. Dies funktioniert so: auf einem Bildschirm wird ein schwaches und damit ungefährliches elektrisches Feld aufgebaut. Streicht nun ein Benutzer mit seinem Finger darüber, ist ein kleiner Widerstand spürbar. So bekommt ein Nutzer beispielsweise den Eindruck, dass sich das Display als eigentlich glatte Oberfläche plötzlich rau anfühlt. Und das ist nur einer von vielen möglichen Effekten, wie David Rice, Vice President, Marketing, bei Senseg, ankündigt. Zwar konzentriert sich Senseg mit seiner Technologie in erster Linie auf Tablets, vielleicht findet sie sich ja aber auch früher oder später in künftigen Smartphones wieder. Wieso auch nicht? Alles, was Smartphones in haptischer Hinsicht verbessert, ist meiner Meinung nach sehr zu begrüßen.

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