Smartphones

Mit dem Smartphone auf Schnäppchenfang

Dieser Post wurde am 23. Januar 2012 in der Kategorie: Trends veröffentlicht.. Der Artikel wurde von Robert geschrieben.
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Wer hat es schon mal getan? Wer hat sich getraut? Ich spreche ein Thema an, was für viele Smartphone-Besitzer sicherlich noch ungewohnt oder sogar unangenehm erscheint, was jedoch bares Geld sparen kann und sich sicherlich in diesem und den kommenden Jahren immer mehr durchsetzen wird: der mobile Preisvergleich. Wieso auch nicht? Unser allwissender kleiner Begleiter kann uns schließlich davon abhalten, einen Artikel völlig überteuert in Laden A einzukaufen, den es in Laden B nur wenige Meter entfernt deutlich günstiger gibt.

 

Deutsche liegen beim Mobile Shopping vorne

 

So präsentierte es zumindest der Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster auf der aktuell in München stattfindenden Zukunftskonferenz DLD (Digital Life Design). Er sieht dank Smartphones und Tablets eine Revolution des Handels aufkommen. Schuster begründet das dadurch, dass Smartphones und auch Tablets als mobile Geräte mit Online-Zugang ständig mitgeführt werden und uns so die Möglichkeit geben, Preise und Produkte direkt im Laden zu vergleichen. Er sieht daher 2012 als das Jahr des digitalen Einkaufens. Meiner Meinung nach hat er da recht. Ich bin mir allerdings über den zeitlichen Rahmen nicht ganz sicher. Vielfach werden mir von diversen Experten gewisse Entwicklungen als zu schnell vonstatten gehend prognostiziert. Dass Mobile Shopping und mobiler Preisvergleich im Kommen sind, dürfte unstrittig sein. Bis es aber bei der Mehrheit als selbstverständliche Handlung beim Einkaufen in der Offline-Welt angesehen wird, könnte noch ein zusätzliches Jahr vergehen.

 

Preisvergleich mehrheitlich noch online – aber zunehmend auch mobil

 

Sicherlich werden manche nun anmerken, dass sich das nicht gehört. Zumal man vielleicht zuvor noch eine ausführliche Beratung genossen hat und dann wegen weniger Euros beim Laden um die Ecke oder online einkauft. Aber online machen wir es doch schließlich auch. Der Unterschied ist hierbei sicherlich, dass es online anonym ist und niemand mitbekommt. Im Laden stehen wir dann dagegen als Pfennigfuchser da. Wir müssen dem Verkäufer, der sich noch vor wenigen Minuten so liebevoll um uns und unser Anlegen gekümmert hat, ins Gesicht sagen, dass wir seine Beratung zwar toll fanden, es das gewünschte Produkt aber woanders 50 Euro günstiger gibt. Das dürfte vielen unangenehm sein.

 

Ich würde den zugeschobenen schwarzen Peter aber nicht bei uns als Verbraucher und Käufer belassen, sondern ihn direkt an die Ladenbesitzer und Verkäufer zurückspielen. Dass wir in einer schnelllebigen Welt leben, dass das Internet keine Eintagsfliege ist und eine Online-Präsenz heute eher Regel als Ausnahme ist, sollten doch die meisten Leute und auch Geschäftsbetreiber mittlerweile erkannt haben. Es gilt, sich nicht zurückzulehnen und aktuelle Entwicklungen und Trends genau zu beobachten. Mobile wird ein großer Trend, Smartphones werden bald allgegenwärtig. Ziel muss es sein, sich an diese Entwicklung anzupassen und sie zu seinem Vorteil zu nutzen.

 

Sich dagegen zu sperren und abzublocken, wird nicht helfen. Das letzte Mittel für manchen Geschäftsinhaber scheint es schließlich zu sein, Kunden mit gezücktem Smartphone aus dem Laden zu werfen. Steigt die Zahl der Smartphone-Besitzer aber weiterhin so rasant an und geht die Entwicklung, mobil Preise zu vergleichen, weiter, dürften jene Läden in naher Zukunft bald keine Besucher mehr haben. Übrig bleiben und profitieren werden die Geschäfte, die sich wie erwähnt am besten an die neuen Gegebenheiten anpassen können. Es bleibt doch letztlich alles Evolution. Danke, Charles.

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