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Hoffnungsträger LTE mit holprigem Start

Dieser Post wurde am 05. November 2012 in der Kategorie: LTE veröffentlicht.. Der Artikel wurde von redaktion geschrieben.
Mann wählt LTE aus

In der vergangenen Woche berichteten wir über die zunehmende Beliebtheit des mobilen Internets in Deutschland. Die Anbieter derartiger Tarife haben durchaus berechtigte Hoffnungen, dass dieser Trend auch künftig anhält. Der große Hoffnungsträger hat dabei einen Namen: LTE, die Abkürzung für “Long Term Evolution”. LTE ist der Nachfolger des Mobilfunkstandards UMTS und erreicht deutlich höhere Downloadgeschwindigkeiten. Der erste LTE-Sendemast wurde erst im Spätsommer 2010 von der Deutschen Telekom in Betrieb genommen, dementsprechend ist der neue Standard erst noch im Kommen. Immer mehr neu vorgestellte Smartphones unterstützten LTE – so auch das seit Kurzem erhältliche iPhone 5.

 

 

Vorgabe: Erschließung ländlicher Gebiete hat Priorität

 

Die LTE-Frequenzen wurden von der Bundesnetzagentur im Zeitraum von April bis Mai 2010 versteigert, anschließend begann der Aufbau der LTE-Netze. Der größte Vorteil des LTE-Standards sind die hohen Downloadraten: Hier sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich. Aus diesem Grund erhielten die Netzbetreiber beim Erwerb der Frequenzen die Auflage, zunächst diejenigen Regionen erschließen zu müssen, in denen noch kein DSL verfügbar ist, sodass in der gesamten Bundesrepublik ein schneller Internet-Zugang möglich ist. Erst danach durften Sendemasten in den Ballungsgebieten in Betrieb genommen werden.

 

 

Bundesnetzagentur sorgt für Verzögerungen

 

Mittlerweile investierten Vodafone, die Telekom sowie O2 Milliarden in den Ausbau der Netze – trotzdem verläuft der Start von LTE in Deutschland holprig. Grund hierfür ist die Bundesnetzagentur, die jede LTE-Station vor der Inbetriebnahme genehmigen muss. Der Branchenverband BITKOM bemängelte, dass das Genehmigungsverfahren zu lange dauert. Mehr als 10.000 Anträge sollen derzeit bei der Agentur eingereicht sein, die Genehmigung eines einzelnen Sendemastes nehme allerdings im Schnitt 22 Wochen in Anspruch. Sehr zum Ärger der Mobilfunkanbieter: Deren milliardenschwere Investitionen werden derzeit teilweise noch nicht genutzt.

Bild: © fotogestoeber – Fotolia.com

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